Die Kozijavkin Methode

Worum es geht:

Das System für Intensive Neurophysiologische Rehabilitation (SINR) - Die Kozijavkin Methode -

 

Bei Prof. Dr. med. Kozijavkin werden Patienten mit infantiler Cerebralparese (kindlichen Lähmungen - ICP) unterschiedlichster Schweregrade, sowie Patienten mit chronischen neurologischen Problemen, Wirbelsäulenbeschwerden, nach Unfällen (Schädel-Hirn-Trauma) und Schlaganfällen nach dem "System für Intensive Neurophysiologische Rehabilitation" seit Jahren erfolgreich therapiert.
Organe, Muskeln, Sehnen und Gelenke werden durch eine gesteigerte Durchblutung besser versorgt, hypertone (verkrampfte) Muskulatur wird gelockert und schlaffe Lähmungsformen werden gefestigt. Dieser neue funktionelle Zustand des Körpers wird zusätzlich stabilisiert und noch ausgebaut durch Massagen, reflexotherapeutische und physiothera­peutische Techniken, spezielle Gelenk­therapie sowie Elemente der Akupressur. Darüber hinaus werden Laufbandtraining, Fitnesstraining, Vibromassage und andere Kinesiotherapien eingesetzt, ferner Übungen ausgeführt, die die Motivation und Konzentration fördern.

 

Kernpunkt des Therapiekonzeptes ist die biomechanische Korrektur der Wirbelsäule, welche Blockaden löst und zusätzlich über Rückkopplungsmechanismen positiv auf das zentrale Nervensystem (ZNS) einwirkt.
Oberstes Ziel des Therapiekonzeptes ist die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. Dieses wird erreicht durch einen klar umschriebenen und dokumentierten Behandlungsplan. Er umfasst in der Regel zumindest zwei zweiwöchige Intensivtherapieblöcke in Truskavetz (Phase der intensiven Korrektur) mit einem dazwischenliegenden zeitlichen Intervall von 6-8 Monaten, in dem die von den Patienten in den Intensivblöcken erlernten Therapieansätze (wie Krankengymnastik, Massage, Rhythmusübungen) daheim weitergeführt werden sollten.
 

 

 

Zusätzlich sind Schwimmen, Fahrradfahren und therapeutisches Reiten empfehlens­wert.
 In dieser, auch "Phase der Stabilisierung und Effektpotenzierung" genannten Periode, sollen die neu geschaffenen Bewegungsmöglichkeiten gefestigt und ausgebaut werden. Insgesamt kommt es durch das Auflösen der Blockaden und durch das Erlernen neuer Bewegungsmuster zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität für alle nach dem SINR behandelten Patienten. Viele Patienten machen einen großen Schritt in Richtung Selbständigkeit bzw. Beschwerdeverringerung.

 

Dr. med. Frauke Del Bello

Quelle: Zeitschrift des IFRK Ausgabe 1 / Oktober 1999